„Ich bin schön!“

von Susanne Böhm am 27.05.2010 um 17:35
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Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, das ist keine arrogante Selbsteinschätzung, sondern der Satz, der Ihnen jeden Morgen vor dem Spiegel durch den Kopf gehen müsste. Das ist nicht so?

Heute startet der zweite Teil von „Sex and the City“ in den Kinos. Im kunterbunten Quassel-Kinoknüller geht es aber nicht nur um Schuhe, Sex und Small Talk, sondern auch um die Daseinsberechtigung von vier ganz unterschiedlichen Frauentypen. Jeder von uns findet sich in ihnen wieder, ob nun in Gesinnung, Aussehen oder Einstellung. Trotz des erfrischend fortgeschrittenen Alters der Hauptdarstellerinnen kann sich der Film nicht ganz frei machen vom eingefahrenen Rollenbild der ach so modernen Frau. Das Motto: Mädels, ihr müsst multitaskfähig und taff sein, aber auch romantisch und liebevoll.

susanne_boehm_blog_100309Klar, durch die neue Emanzipation der Figur dürft ihr auch dicker sein, aber diese Strategie scheint Modelabels und Frauenzeitschriften auch ganz gut ins Marketingkonzept zu passen. Wenn es aber das ist, was Frauen zum Umdenken bringt, bitteschön! Dann werden Sie es hoffentlich wieder sein, die bestimmen, was auf den internationalen Laufstegen nicht mehr nur herumklappert sondern sich sinnlich bewegt.

Man sollte allerdings nicht vergessen, dass hinter verschlossenen Türen einige Designer-Darlings vor soviel Frauengewicht erstarren werden – und sich über uns kaputtlachen. Aber sollen sie doch, da steht Frau doch glatt drüber, oder?

Ihre Susanne Böhm
Moderatorin Guten Abend RTL
für Hamburg und Schleswig-Holstein


Komm lass uns Freunde sein – der inszenierte Rockerfrieden

von Svenja Dohmeyer am 27.05.2010 um 16:47
Rockerfrieden
Es kommt nicht oft vor, dass die Unterwelt Medienvertreter im großen Stil zum Pressegespräch einlädt. Man durfte also gespannt und skeptisch sein, als die Chefs der Hells Angels und Bandidos gestern die Presse in eine noble Hannoveraner Anwaltskanzlei baten, um sich dort – einen Tag vor der Innenministerkonferenz - medienwirksam die Hände zu reichen und den jahrelangen Bandenkrieg für beendet erklären.

Man habe eingesehen, dass der Rockerkrieg niemandem etwas bringt, erklärt Frank Hanebuth, 45 Jahre alt und Chef der hannoverschen Hells Angels, gestern vor laufenden Kameras. Nun soll Frieden herrschen. Der Zeitpunkt des öffentlichen Händedrucks ist dabei kein Zufall. Denn nur einen Tag später diskutieren die Innenminister aller Länder heute über ein Verbot der kriminellen Rockergangs. Eine Friedensgeste kommt da gerade recht, mögen sich die sonst so Unberechenbaren gedacht haben.

Den Bogen überspannt

RockerfriedenDoch die Rechnung geht nicht auf. Polizei und Politiker zeigen sich unbeeindruckt. Viele wollen ein Verbot der Banden weiter voran treiben. Zu lang ist die Liste der Verbrechen und Gewalttaten, die über Jahre von Mitgliedern der Hells Angels und Bandidos verübt wurden. Erst im März diesen Jahres erschoss ein Rocker der Hells Angels in Rheinland-Pfalz einen Polizisten, weil der wegen des Verdachts der räuberischen Erpressung seine Wohnung durchsuchen wollte.

Die Rocker bezeichnen sich selbst als Gesetzlose. Ihr Geschäft ist das Milieu, mit allem was dazu gehört: Bars und Gastronomie, eine eigene Tabak- und Schnapsmarke, Security aber auch Drogenhandel und Prostitution zählen zu den Einnahmequellen.

Wie allen Geschäftsleuten geht es letztlich auch den Rockern um eines: um’s Geldverdienen. Und vielleicht haben sie verstanden, dass sie mit ihrem Bandenkrieg und ihren brutalen Verbrechen untereinander den Bogen überspannt haben. Ein Friedensschluss der Banden ist schön. Doch die Gesetzeshüter liegen mit ihrer Skepsis richtig und werden die Machenschaften der Rocker auch in Zukunft genau im Auge behalten.

Ihre Svenja Dohmeyer
Redakteurin Guten Abend RTL
für Niedersachsen und Bremen

Wilde Kerle oder Lillifee – Haben es Mädchen-Mütter leichter?

von Mütter-Doppel am 21.05.2010 um 10:57
nicole ide und kathrin bensemann


Zwei Mütter - zwei Meinungen

Einmal pro Woche melden sich unsere Redakteurinnen Nicole und Kathrin - beides Doppelmamis - in unserem Mama-Blog „Mütter-Doppel“ zu Wort - und diskutieren Themen rund um Kinder und Erziehung.
Und natürlich ist dabei auch IHRE Meinung, liebe User, gefragt. Schreiben Sie uns!


Kathrin Bensemann: Ich bin gerne Jungen-Mutter. Ganz ehrlich. Obwohl es immer laut ist, die Hosen immer Löcher haben und ich mit dem Staubsauger um alle Spielzeug-Auto-Schlangen herum muss.

Nicole Ide: Ich halte es für ein Vorurteil, das Mädchen leise und ordentlich sind. Spielzeugautos passen ja zum Glück nicht in den Sauger, aber so ein kleiner Barbie-Riemchenpumps ist da schnell weg. Engagierte Mütter wie ich hocken dann kniend mit Taschenlampe vor dem Sauger und versuchen im Beutel hoffentlich nicht eine eingesaugte Spinne, sondern den Barbieschuh zu finden.

kathrin bensemannKathrin Bensemann: Bei uns ging es dann nicht um Barbies, sondern um Bolzplatz-Bengel. Unser Ältester ist fünf – und die Wilden Kerle sind in unser Haus gezogen. Das sind diese ballspielenden Burschen, im Kinofilm verkörpert von den Ochsenknecht-Söhnen. Für meinen Mann stand gleich fest: Die kommen uns nicht ins Haus, das ist doch nur Geldmacherei. Aber was ist schon Geld gegen die schönsten blauen Kulleraugen eines Fünfjährigen? Es ist nicht so, dass er darum gebettelt hat, es ist der Blick, mit dem er Wilde-Kerle-Jungs hinterher schaute. Trotzdem blieb ich hart – sehr lange sogar. Bis eines Nachmittags der beste Freund meines Sohnes vor der Tür stand – sie können sich schon denken, womit. „Schaut mal, hat mir meine Mama vom Flohmarkt mitgebracht“, hörte ich ihn über seine neues T-Shirt sagen und entwickelte gleichzeitig Mordgelüste gegen meine Freundin – Mutter dieses Jungen.

Nicole Ide: Prinzessin Lillifee hat wahrscheinlich bessere Manieren, als die wilden Kerle und ist im rosa Kinderzimmer einer Fünfjährigen herzlich willkommen. Allerdings nimmt diese Phase im siebten Lebensjahr ein abruptes Ende und ich hätte theoretisch alle rosa Klamotten aussortieren und das Zimmer renovieren müssen.
Außerdem kann ich Mädchen-Mütter vor der Anschaffung eines Lillifee-Schulranzens nur warnen, das lohnt sich nicht. Ihre Tochter ist in der zweiten Klasse damit unten durch!

Kathrin Bensemann: Und was glauben Sie, haben die Wilden Kerle dann schließlich mit mir gemacht? Ich entwickelte mich zum wilden Flohmarkt-Schrecken. Ich, die sonst eher einen Bogen um Märkte und Feilschen macht. Ellenbogen raus und los. Und ich war schnell. Mega-Schnäppchen an einem Stand – T-Shirt, Pulli und Kappe sind meins. Ob sich der Einsatz gelohnt hat? Ich habe einen neuen Titel: Kerle-Königin. Und die blauen Augen leuchten für mich…

nicole ideNicole Ide: Leuchtende Augen bei kleinen Mädchen gehen da eher einfach: Fast jeden Morgen fragt mich meine zweijährige Tochter: „Mama, darf ich Lippen schön?“ Wenn ich dann ihre süße Schnute mit Pflegestift eincreme, leuchten ihre Augen, weil sie ein bisschen so sein darf wie Mama. Für meine Große war es früher das Größte, wenn ich ihr die Fingernägel lackiert habe. Sie erklärte uns den Unterschied zwischen den Geschlechtern deshalb auch früher so: „Männer haben einen Penis und Frauen haben Nagellack“.
Da bin ich als Mädchen-Mutter klar im Vorteil, denn den (den Nagellack, natürlich) habe ich griffbereit in der Badezimmerschublade.

Was meinen Sie, wer hat es leichter Mädchen- oder Jungen-Mütter?

Ihre Kathrin Bensemann und Nicole Ide
Redakteurinnen RTLregional.de


Zum Lachen! Die Charme-Offensive der Bahn

von Steffen Berner am 20.05.2010 um 17:36
Bahn mit Charme

Man muss die Bahn schon sehr mögen, um sie durch eine rosa-rote Brille zu sehen. Wenn man mal wieder im ICE von Hannover nach Köln knappe drei Stunden auf dem Boden gesessen hat, weil der Zug restlos überfüllt ist, kann man über die Charme-Offensive der Bahn nur müde lächeln. Was nützt einem ein freundlicher "Kundenbetreuer", wenn er einem - natürlich freundlich - erklärt, dass "alles voll" ist. Und wenn man dann im Bordrestaurant fast drei Euro für eine Flasche Wasser bezahlt, dann ist der Lächel-Aufschlag wohl im Preis mit drin.

Immerhin bringt uns die Bahn zum Lachen, wenn sie ihren Mitarbeitern jetzt Essstäbchen zwischen die Zähne schiebt. Und sie mit – Verzeihung - beknackten Brillen doch reichlich albern aussehen lässt. Fehlt nur noch ein motivierendes "Chaka Chaka" der Kommunikationstrainerin.

Aber um fair zu sein: Viele Zugbegleiter bemühen sich jeden Tag, so gut es eben geht, die Pannen des Unternehmens wieder auszubügeln. Und einfach machen es ihnen die Fahrgäste nun auch wieder nicht. Wie wäre es um Ihre Laune bestellt, wenn Sie sich mal wieder mit einer Horde betrunkener Fußballfans herum ärgern und anschließend deren Dreck wegräumen müssen? Wenn Sie angespuckt werden oder freundlich grüßend nach der Fahrkarte fragen und der Gast sie stumm rüberschiebt, ohne von seiner Zeitung aufzublicken.

Steffen BernerGanz ehrlich, ich möchte den Job nicht machen. Und ich freu mich über die, die das jeden Tag mit einem Lächeln durchziehen.

Was halten Sie vom Service bei der Deutschen Bahn?

Ihr Steffen Berner
Redakteur Guten Abend RTL
für Niedersachsen und Bremen


Zum Thema:
Sehen Sie unseren Beitrag "Bitte lächeln: Wie rosarote Brillen für mehr Freundlichkeit im Zug sorgen sollen".

Neuer Ansatz für eine alte Legende

von Peter Becker am 18.05.2010 um 14:24
Robin Hood
"Robin Hood“ von Ridley Scott mit Russell Crowe, Cate Blanchett, Mark Strong, Max von Sydow

Eine Filmkritik von Peter Becker

Nach den überwiegend negativen Kritiken, die diese neueste “Robin Hood”-Variante erhalten hat, war ich doch recht skeptisch, ob es tatsächlich einer weiteren Version bedarf. Immerhin ist die Geschichte des Rächers der Enterbten seit 1908 bereits rund 30mal verfilmt worden. Von Kevin Costner als „König der Diebe“ über einen Disney-Klassiker bis zu hin Mel Brooks` „Helden in Strumpfhosen“. Hat diese neue 130-Millionen-Dollar-Produktion von Regie-Veteran Ridley Scott also dennoch ihre Dasein-Berechtigung?


Robin HoodKurz und knapp: Sie hat. Und zwar vor allem weil Drehbuchautor Brian Helgeland einen neuen Ansatz der alten Legende gefunden hat und weil Russell Crowe nach langer Zeit endlich wieder voll und ganz in einer Rolle überzeugt. Zu oft hatte Crowe in letzter Zeit in seinen Filmen seltsam teilnahmslos gewirkt. Im Grunde ist seine Rolle zwar nur eine Neuauflage des Legionärs Maximus aus dem Mega-Hit „Gladiator“ - ebenfalls von Ridely Scott inszeniert - doch in diesen blutig-dreckigen Schlachtenepen scheint Russell Crowe einfach ganz in seinem Element.

Die Handlung setzt lange vor Robin Hoods Einzug in den Sherwood Forrest ein – zur Zeit der Kreuzzüge. Zunächst erfahren wir, dass dieser Robin Hood eigentlich gar nicht Robin Hood ist. Denn das war bislang ja immer Robin von Loxley. Hier ist Robin aber nur ein einfacher Bogenschütze in der Armee von König Richard Löwenherz. Als der echte Ritter von Loxley einem Mordanschlag zum Opfer fällt, nimmt Robin Longstride dessen Identität an, um seine Haut zu retten und um sicher nach England zurückzukehren. Das ist zunächst einmal wenig heldenhaft, doch zu wahrem Heldentum hat Robin dann doch bald die Gelegenheit: Weil die Staatskasse als Folge der Kreuzzüge leer sind, lässt Richard Löwenherz` Bruder Prinz John seinem Volk kaum noch etwas zum Leben. Zeit für Robin Hood, den Reichen zu nehmen und den Armen zu geben. Da wären wir jetzt doch wieder bei der altbekannten Geschichte, wenn diese nicht durch eine Intrige des rücksichtslos-brutalen Sir Godfrey (Mark Strong als eigentlicher Haupt-Schurke des Films) neuen Schwung erhielte.

Handgemachte Action

Robin Hood Ungemein spannend ist zwar auch das nicht, doch dafür entwickelt „Robin Hood“ im Mittelteil, sobald Lady Marion ins Spiel kommt, eine Leichtigkeit mit Ansätzen von Romantik und Humor, die ich nach dem düsteren Anfang so kaum noch erwartet hätte. Cate Blanchett und Russell Crowe funktionieren als Paar, das ganz allmählich seine Gefühle füreinander entdeckt. Doch bevor es kitschig werden könnte, steuert Regisseur Scott langsam aber sicher auf das actionreiche Finale zu. Und spätestens hier sind die Ähnlichkeiten zu Scotts früheren Werken „Gladiator“ und „Königreich der Himmel“ unübersehbar. Was die Schlachten dennoch sehenswert macht, ist, dass hier entgegen dem allgemeinen Trend weitestgehend auf Computereffekte verzichtet wurde und die Action endlich mal wieder „handgemacht“ wirkt. Es braucht auch nicht eine Armee, die mittels Computer zu unglaubwürdiger Größe anschwillt wie in Wolfgang Petersens „Troja“.

Am Ende ist „Robin Hood“ zwar nicht der ganz große Wurf, aber trotz seiner 148 Minuten recht kurzweilige Unterhaltung mit durchweg überzeugenden Darstellern, schönen Bildern, Liebe für historische Details und einem gefälligen Soundtrack. Das Bremer Publikum blieb übrigens bis zum Ende des Abspanns im Kinosaal sitzen und nicht etwa, weil es eingeschlafen wäre.

Peter Becker Ihr Peter Becker
Reporter Guten Abend RTL
für Niedersachsen und Bremen

Mehr zum Film:
Trailer zu Robin Hood
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