Schlager 2.0: Kunst oder Klischee?

von Steffen Berner am 17.05.2010 um 17:25
Alexander Marcus

Er hat eine Vorliebe für weiße Slipper, trägt am liebsten rosa Hosen und in seinem Haar treibt mehr Öl als im Golf von Mexico. Alexander Marcus ist der Inbegriff des schmierigen Schlagerfuzzis.

Würde unter seinen Songs nicht ein amtlicher House-Beat wummern, könnte man ihn wohl auch den Zuschauern der Hitparade oder des Musikantenstadls servieren. Doch die Zielgruppe von Alexander Marcus ist die Youtube -Generation. Die Fans klicken seine Videos millionenfach an, gerade weil sie so unsagbar schrecklich sind.

Doch im Gegensatz zu den meisten Internetstars konnte er seinen Erfolg von der virtuellen in die reale Welt übertragen. Mittlerweile spielt der Berliner vor tausenden Fans. Das immerhin ist unbestreitbar ein Erfolg. Der Streit über seine musikalischen Qualitäten wird wohl weitergehen.

Steffen BernerIst Alexander Marcus nun eine geniale Parodie auf die schnulzige Schlagerszene? Oder gibt er seinen Fans nur die Rechtfertigung, Musik zu hören, für die sie sich normalerweise schämen würden?
Kunst oder Klischee - was halten Sie vom Schlagerbarden?

Ihr Steffen Berner
Redakteur Guten Abend RTL
für Niedersachsen und Bremen


Sie kennen Alexander Marcus noch nicht? → Hier gibt es sein akutelles Werk "Toast Hawaii"

Lust auf Live? → Hier verlosen wir Karten für Alexander Marcus - live in Osnabrück am 21. Mai.

Die Pockengeplagten

von Mütter-Doppel am 12.05.2010 um 10:41
Kathrin und Nicole


Zwei Mütter - zwei Meinungen

Einmal pro Woche melden sich ab sofort unsere Online-Redakteurinnen Nicole und Kathrin - beides Doppelmamis - in unserem Mama-Blog „Mütter-Doppel“ zu Wort - und diskutieren Themen rund um Kinder und Erziehung.
Und natürlich ist dabei auch IHRE Meinung, liebe User, gefragt. Schreiben Sie uns!


Kathrin BensemannKathrin Bensemann: Es ist wie eine Zeitreise, wie damals, als ich noch einen Säugling bei Laune halten musste: Der Schlafanzug bleibt bis mittags an, die Küche kalt, die Wimperntusche im Badezimmerschrank. Wir haben die Windpocken - wir, das sind mein Mann und ich und unser ältester Sohn, der uns quasi in Kollektiv-Haft genommen hat – und damit ab sofort auch in Quarantäne.

Nicole Ide:
Ich war 14, als mich die Windpocken anfielen und erstaunlich einsam. Der Nachbarjunge wollte zwar kommen, sollte aber nicht - ich wollte in dieser Weißbetupften-Pustel-Verfassung von keinem Jungen dieser Welt gesehen werden.

Kathrin Bensemann: Ja, was das bedeutet, wurde mir auch erst beim Kinderarzt und dem Satz der Arzthelferin klar: "Bleiben Sie, wo sie sind. Ich mache in der Praxis alle Türen zu - und erst dann verlassen sie bitte das Gebäude." Ich nicke brav, während mein Sohn verwirrt fragt, was wir verbrochen haben.

Was in den nächsten zehn Tagen folgt, lässt einen auf das Verdienstkreuz des Bundespräsidenten hoffen: Über eine weitere Nacht explodieren die Pocken am ganzen Körper, bei 58 hören wir auf zu zählen. Dann kommen die Juck-Tage - und ich muss erfinderisch werden. Für die schlimmsten Attacken gibt's Panini-Bilder (Danke WM!), für den Rest kalte Luft aus dem Strohhalm – wohlgemerkt für jede verdammte Windpocke. Den genervten Blick meines Sohnes bei dem Satz: "Aber nicht kratzen", nehme ich tapfer hin. Auch die Frage meiner Nachbarin: "Warum hast Du ihn nicht impfen lassen?", die über den Zaun schlaumeiert.

Nicole IdeNicole Ide: Vor lauter Juckreiz und Langeweile habe ich mir damals eine Nadel genommen und meine Windpocken aufgepiekst - zum Glück gab es keine Narben. Bei meiner damals dreijährigen Tochter habe ich natürlich mit Lotion getupft. Allerdings hat sie mit allem, was auf ihre Haut geklebt wurde, empfindlich reagiert. Als ich ihr mal - nur so zum Spaß - ein Abziehbild auf den Unterarm klebte, wurde ihr Gesicht kreidebleich, ihre Lippen grün – das war damals absolut nicht ihr Ding. Ich habe dann panisch versucht, das Bild wieder abzurubbeln.

So kam das Windpockenpuder bei unserer Tochter also alles andere als gut an. Deshalb ist meine zweite Tochter auch gegen Windpocken geimpft – jetzt bin ich raus!

Kathrin Bensemann: Impfen kam für uns nicht in Frage. Weil man Kindern Windpocken auf jeden Fall zumuten kann. Und inzwischen bin ich stolz, dass wir es geschafft haben. Wenn auch nur für kurze Zeit: Heute Morgen habe ich die ersten Windpocken bei Sohnemann Nummer 2 gesichtet….

Nicole Ide: Da wird man dann wohl hauptberuflich zur Krankenschwester. Ich bin froh, dass unsere Kinder gegen Keuchhusten, Masern, Mumps, Röteln und Windpocken geimpft werden können. Und für das Training des kindlichen Immunsystems bleiben ja noch Dreitagefieber, Scharlach, Pfeiffersches Drüsenfieber, Ringelröteln, Hand-Fuß-Mund-Krankheit, Mundfäule….

Ach ja, falls es mal einen Impfstoff gegen Läuse geben sollte, ist unsere Familie dabei!

Wie haben Sie die Windpocken Ihrer Kinder erlebt?


Ihre Kathrin Bensemann und Nicole Ide
Redakteurinnen RTLregional.de


Macht Mirko Slomka weiter?

von Markus Dietz am 10.05.2010 um 17:02
mirko_slomka_blog_header_100510
Er hat sie vor dem tiefen Fall in die zweite Liga gerettet.
Doch nach all dem Jubel in der Leinestadt um den Klassenerhalt ist die Zukunft von Trainer Mirko Slomka noch nicht gesichert. Ein klares Treuebekenntnis zum Übungsleiter gibt es von der Vereinsführung bis jetzt noch nicht. Klubchef Martin Kind hat vor die Personalplanung die Fehleranalyse gestellt. Der richtige Weg, denn ein „Weiter so!“ darf es nach einer solchen Saison, in der der Abstieg erst in letzter Sekunde verhindert wurde, nicht geben. Dass einige Spieler den Verein verlassen, liegt in der Natur der Dinge.

Markus DietzAber ein Coach, der einer Mannschaft nach der Tragödie um Robert Enke und der Verletztenmisere wieder so ein Selbstvertrauen für den Endspurt gegeben hat, muss bleiben. In der entscheidenden Phase haben alle für den Klassenerhalt gekämpft: Spieler, Trainerstab und allen voran die Fans. In den letzten Wochen gab es ein „Wir-Gefühl“, wie ich es persönlich in den vergangenen 20 Jahren nicht erlebt habe. Daran hat der bekennende Hannoveraner Slomka einen entscheidenden Anteil. Es muss Veränderungen im Team geben, ganz klar. Aber der Trainer Slomka hat nicht nur das Potential als „Retter“, sondern auch als „Macher“ für eine bessere sportliche Zukunft.

Ihr
Markus Dietz
Reporter Guten Abend RTL für
Niedersachsen und Bremen



Muttertag im Baumarkt

von Ludger Menke am 07.05.2010 um 10:03
Mütter-Doppel: Kathrin Bensemann und Nicole Ide

Zwei Mütter - zwei Meinungen.

Einmal pro Woche melden sich ab sofort unsere Online-Redakteurinnen Nicole und Kathrin - beides Doppelmamis - in unserem Mama-Blog „Mütter-Doppel“ zu Wort - und diskutieren kontrovers Themen rund um Kinder und Erziehung.
Und natürlich ist dabei auch IHRE Meinung, liebe User, gefragt. Diskutieren Sie mit!


Nicole IdeNicole Ide: Kurz vor 9 Uhr ist Rushhour bei uns im Kindergarten, der kleine Vorraum ist voll von Müttern und Kindern, denn alle müssen ja ihre Lütten pünktlich zum Morgenkreis abgeben.
Plötzlich ruft eine Mutter erstaunt in die Runde, als sie gerade aus der Kiste ihrer Kleinen ein rotes Papp-Herz herausholt: „Oh, was ist das denn Schönes?“. Wir alle schauen natürlich hin: Da war sie, die diesjährige Muttertagsüberraschung - allerdings kann von Überraschung jetzt wohl nicht mehr die Rede sein. Geht’s denn nicht etwas dezenter?

Kathrin Bensemann: Ok, ich bin selbst ein Muttertag-Versager! Die Erinnerung an tränenreiche Muttertage – eingebrannt in meinen Kopf, noch immer beschämend. Mein Bruder und ich hielten lieber weiter das Bett warm, als die Frühstückseier auf dem liebevoll gedeckten Muttertagstisch. Irgendwann beschloss meine Mama, ihren Ehrentag einfach zu ignorieren. Das kam uns entgegen – aber je älter wir wurden, umso lauter meldete sich das schlechte Gewissen.
Ein festgelegter Tag, an dem man Mutter besonders mag? Brauchen wir den wirklich?

Nicole Ide: Einmal mehr an unsere Mamas zu denken und sie mit etwas zu überraschen ist doch schön! Es darf gern noch der eine oder andere Tag im Jahr dazu kommen und muss sich ja nicht nur auf diesen zweiten Sonntag im Mai beschränken.

Kathrin BensemannKathrin Bensemann: Nein, wir brauchen keinen Muttertag! Das denke ich noch immer, obwohl ich mittlerweile selbst Doppelmutter bin. Damit liege ich offenbar im Trend. Auch der Kindergarten meiner Kinder schafft Fakten: Er spart sich das Basteln für den Muttertag.

Nicole Ide: Ich finde es ja immer wieder niedlich, wenn am sonntäglichen Muttertagsmorgen meine Töchter (9 und 2 Jahre) mit was Selbstgebasteltem oder -gemaltem vor meinem Bett stehen und mir mit großen, stolzen Augen ihre Werke auf die Bettdecke legen. „Oh“, denk ich dann „das muss ich unbedingt aufbewahren und später mal ins Album kleben.“
Sind die Dinge jedoch zu sperrig und platzfressend, dann, Stolz und große Augen hin oder her, werden diese Basteleien fix von mir entsorgt, bevor sie sich ins Hirn meiner Töchter einbrennen. Und meine Mädchen eventuell später mal fragen: „Du, Mama, wo ist eigentlich…?“

Kathrin Bensemann: Meiner Meinung nach ist es doch auch irgendwie schöner, den Strauß Blumen oder das selbst gebastelte Herz als Anerkennung zwischendurch zu bekommen – wenn meine drei Männer im Hause das Bedürfnis haben. Und nicht nur, um den Blumenläden und Parfum-Shops die Kassen voll zu machen.
Ich habe heute meine Söhne gefragt, was für sie der Muttertag ist. Für meinen Dreijährigen war die Sache ganz klar: „Mama, wenn du mit uns ganz allein in den Baumarkt fährst.“ Dazu strahlte er übers ganze Gesicht. Was kann schöner sein?

Was meinen Sie, liebe Zuschauer? Ist Ihnen der Muttertag wichtig? Schreiben Sie uns Ihre Meinung.

Ihre Kathrin Bensemann und Nicole Ide
Redakteurinnen RTLregional.de

Wird’s Wiese?

von Susanne Broß am 05.05.2010 um 18:16
Tim Wiese
Ein Mann, der eigentlich schon seit Jahren darauf wartet, endlich die absolute Nummer eins zu werden. In Bremen ist er das schon lange – der Tim mit dem immer gestylten Haar, den schweinchen-rosa Trikots – aber deutschlandweit hat es Tim Wiese noch nie geschafft. Egal, wie gut seine Leistungen waren. Irgendwer stand immer vor ihm. Doch diesmal sind es weder Kahn noch Lehmann – und nach der Absage von Rene Adler ist das nur ein „Jüngelchen“, das Wieses Berufung als Deutschland-WM-Torwart noch im Wege steht.

Susanne BroßDoch kann sich Wiese, der eigentlich nicht ins Konzept von Nationaltrainer Löw passt, endlich durchsetzen – oder muss er wieder zurück stehen - diesmal eben hinter Manuel Neuer? Oder etwa sogar hinter dem als „dritten“ Mann berufenen Hans-Jörg Butt? Eine gute Saison haben alle drei gespielt – und Patzer haben sich auch alle drei geleistet. Was also sagen Sie? Wird’s Wiese?

Ihre Susanne Broß
Redaktionsleiterin Guten Abend RTL
für Niedersachsen und Bremen

Meist Diskutiert

Aktuelle Einträge

Partnerlook
(13.11.12 10:38)
Fotoleidenschaft
(06.11.12 17:28)
Hundekult
(23.10.12 17:10)
Hallo Sonne
(18.10.12 10:30)
Pekingtanz
(09.10.12 15:05)

Kategorien

Blog-Suche

Blog abonnieren