"Probiert es aus!" - 20 Jahre Internet

von Ludger Menke am 05.08.2011 um 14:53
World Wide WebMit den Worten „Probiert es aus“ lud der britische Physiker Tim Berners-Lee am 6. August 1991 seine Forscherkollegen ins WWW, ins World Wide Web ein. Das Internet war geboren. Doch was hat es uns in den vergangen 20 Jahren gebracht? Johannes Eichler, Digital-Native und Ludger Menke, Digital Immigrant, mit einer persönlichen Bilanz.


Digital Immigrant – Digital Native
Ludger: Vorsicht, es wird nostalgisch! AOL, Altavista und Netscape – das waren die ersten Begriffe, die ich als Digital Immigrant, also als Einwanderer im digitalen Wunderland, lernte. Im Sommer 1997 wählte ich mich erstmals ins Netz ein, über AOL und mit Hilfe eines kreischenden Modems. Mit Netscape 3.04 surfte ich zu Altavista und startete meine erste Suchanfrage: Liedtexte des New Yorker Duos „They Might Be Giants“, die ich auch tatsächlich fand. Das Schneckentempo, mit dem sich damals Internetseiten aufbauten, habe ich verdrängt. Wie so viele andere Dinge: Zum Beispiel meine erste, schauderhafte Homepage bei Geocities, gebastelt mit dem WYSIWYG-Editor von Netscape, bestehend aus putzig blinkenden Gifs, knallbunten Bildchen und hässlicher ComicSans-Schrift. Der Stolz auf das erste digitale Werk war so groß, dass es auch gleich beim Suchkatalog Yahoo angemeldet werden musste. Danach wurde in den entsprechenden Newsgroups diskutiert. Permanente Browser-Abstürze, einfrierende Bildschirme und abbrechende Netzverbindungen – all das konnte mich nicht schrecken. Und immerhin: Zwei Jahre später durfte ich eine erste Online-Redaktion mit aufbauen.

Johannes: Als 1980 Geborener gehöre ich definitionsgemäß zum ersten Jahrgang der Digital Natives, also der Internet-Eingeborenen. Erste Erfahrungen mit damals noch zweifarbigen Computermonitoren habe ich auf dem Schoß meines Vaters gesammelt. Mein erster quasi eigener Computer war dann ganz natürlich mit einem Modem ausgestattet. Von Revolution allerdings keine Spur: Ich wollte ein Buch schreiben – kein Blog.

E-Mail & Chats
Ludger MenkeLudger: E-Mails sind das Pflichtprogramm im Netz. Es ist klasse, dass man sich innerhalb von Sekunden (okay, damals konnten es auch Minuten sein) Texte und Bilder schicken kann, aber Chats fand ich immer aufregender, weil unmittelbarer. Selbstverständlich nur die „richtigen“ Chats beim IRC - /join #chatroom !

Johannes: Für mich war E-Mails schreiben Anfang der 90er tatsächlich schon eine neue Erfahrung. Heute verschicken Kinder wahrscheinlich schon im Säuglingsalter ihre ersten versehentlichen Tapser auf die Tastatur an die liebe Verwandtschaft. Ich habe meine erste Korrespondenz noch auf Papier verfasst. Heute ist klar: Per Post kommen Gegenstände. Keine Briefe – und wenn, dann ist es Werbung und landet im Müll.
Was an Chats so toll sein soll, habe ich allerdings nie verstanden. Ich habe mich bei meinen ersten Versuchen in irgendwelchem AOL-Chats immer nur gewundert, wie die alle so schnell schreiben konnten. Da kam ich nicht mit. Zwei wirklich gute Chats hatte ich in meinem Leben: Schnell, mäßig geistreich aber witzig und die Zeit vergessen machend. Wo? Bei Skype. Ihre Video-Telefonie können die meinetwegen abschalten.

Blogs
Ludger: Für mich waren und sind Blogs die Heimat, die Basis, das Zuhause im weltweiten Netz. Und wer kann schon ohne ein Dach über dem Kopf leben? Dass sie einst als „Klowände des Internets“ verspottet wurden, zeigt nur, dass auch das Internet nicht jeden klüger gemacht hat.

Johannes: Blogs – Heimat, Dach über dem Kopf? Okay. Wir schreiben hier gerade auch in einem Blog. Aber das gehört zur Redaktion. Ich kenne niemanden, der ein privates Blog schreibt. Und damit liege ich im Trend meiner Generation. Nach einer Studie des Hans Bredow Instituts interessieren sich die Digital Natives nur Mäßig für das ganze Mitmach-Netz. Und warum auch? Ich schreibe doch kein Blog – nur weil ich es kann. Genauso wie man kein Buch schreibt, nur um ein Buch zu schreiben.
Aber klar, das ist toll: Wer etwas zu sagen oder zu zeigen hat (oder meint zu haben - so wie wir Journalisten), kann seine Ideen mit einem Blog kinderlicht und theoretisch weltweit veröffentlichen.


Social Media
Ludger: Wenn Blogs das Zuhause sind, dann sind Twitter, Facebook und seit kurzem Google+ die freie Wildbahn: Kneipe, Kiosk und Kaufhalle in einem. Aufregend, gelegentlich aufreibend und garantiert anregend.

Johannes EichlerJohannes: Ein weit verbreitetes Phänomen ist das Stöhnen über die in sozialen Netzwerken verschwendete Zeit. Kann ich nicht verstehen! Ich nutze den ganzen Quatsch als superpraktischen Nachrichtenlieferanten. Ein kurzer Blick in Facebook und Google+ und ich habe gesehen, was Der Spiegel, RTL und die Süddeutsche heute im Programm haben und natürlich, was meine Freude so machen oder gerade gut finden. Das ist nicht aufregend. Aber praktisch und platzsparend.


Datenschutz
Ludger: Meine Daten gehören mir. Und deshalb liegt es an mir, wo und wem ich sie gebe. Dabei sollte jedem klar sein, dass das Internet nicht vergisst. Oder doch? Meine alte Geocities-Seite konnte ich – zum Glück – nicht mehr finden.

Johannes: Ich habe gerade gelesen, dass es Wissenschaftlern gelungen ist, wildfremde Menschen nur anhand eines Abgleichs mit Facebook zu identifizieren. Sie nahmen ein Foto und ließen es automatisch mit Facebook-Profil-Fotos vergleichen. So kamen sie zu dem Namen hinter dem Foto und je nach Privatsphäre-Einstellungen zu noch viel mehr Informationen über die Person. Das will ich nicht. Ich möchte nicht, dass jemand in der U-Bahn ein Foto von mir macht und gleich weiß, wie ich heiße und womöglich wo ich wohne. Mein Facebook-Profil-Foto ziert deshalb ein alter Schuh. (Als Journalist komme ich allerdings nicht drum herum mein Foto im Netz zu zeigen – Berufsrisiko.)


Multimedia
Ludger: Texte, Bilder, Töne oder Video – welche Form es auch immer sein soll, ob allein oder kombiniert – jeder kann es im Netz testen. Um es mit Tim Berners-Lee zu sagen „Probiert es aus.“


Johannes: Ich finde, die einzigartigen Möglichkeiten, die das Netz bietet, nämlich multimedial Geschichten zu erzählen und dabei auch noch interaktiv, werden – da können wir uns auch selbst an die Nase fassen – noch viel zu wenig genutzt. Das hängt wahrscheinlich auch damit zusammen, dass es technisch noch immer sehr aufwendig ist. Es gibt aber gute Beispiele für multimediale Medienprojekte. Da sind uns die Amis voraus. Hier zum Beispiel.

Fazit
Ludger: Ein bisschen Pathos ist doch erlaubt, oder? Das Internet bereichert mein Leben. Weil ich davon lebe, weil ich hier tolle Menschen treffe, weil es mich klüger macht, weil es mich unterhält. Also: Danke für zwanzig Jahre Revolution - auf die nächsten zwanzig!

Johannes: Ich habe den Eindruck, dass die Digital Natives etwas entspannter an das ganze Internet-Ding herangehen. Für sie ist es keine revolutionäre Technik mehr, die völlig neue Möglichkeiten der Publikation eröffnet. Das war 1991 und in den ersten Jahren danach natürlich ganz anders – da verglich man den Aufbau des Internets mit der Erfindung des Buchdrucks. Revolution! Für die Kinder der Revolution ist das Internet ein praktischer Alltagsbegleiter. Es wird genutzt. Und es werden täglich neue Dinge entwickelt. Der alte Ausspruch „Probiert es aus!“ gilt also weiter.

Bei RTLregional.de | Delf gratuliert: Liebes Internet, alles Gute zu deinem Zwanzigsten!

Rot, Grün, Schimmelblau – Die Ampel für die Gastronomie

von Johannes Eichler am 19.05.2011 um 14:18
AmpelZwischen 1933 und 1938 schrieb Sebastian Haffner, der große Erklärer der deutschen Geschichte, über das gefährdete Leben der Fußgänger im Straßenverkehr. Zwischen hupenden Karossen und rasenden Vehikeln sei der Flaneur dem Untergang geweiht. Der schlaue Haffner nutze die Fußgänger als Allegorie auf die Gegner der Nazis.
Wäre Deutschland damals schon mit einem flächendeckenden Ampelnetz gesegnet gewesen – vieles wäre den Deutschen, und womöglich der ganzen Welt, erspart geblieben. (Doch Einhalt gebietendes Rot kam erst ein paar Jahre später in Form der Roten Armee.)

Wer nicht putzt sieht rot

Inzwischen findet sich an jeder noch so verwaisten Dorfkreuzung eine Fußgängerampel und das Leben der Deutschen, und womöglich der ganzen Welt, ist sicherer geworden. Das haben auch die Verbraucherschutzminister aller Bundesländer erkannt. Sie haben sich darauf verständigt, auch Restaurants mit einer Ampel zu kennzeichnen: Wo Hygieneprobleme festgestellt werden, zeigt künftig ein Pfeil auf Rot.

Köstlich: Rumliegenlassen

Die unheilige Zeit der Naziherrschaft haben wir Gott sei Dank hinter uns gelassen. Und der Ekelgastronomie geht’s jetzt, Ampel sei Dank, auch an den Streptokokken verseuchten Kochtopf. johannes_eichler_portraitWer dreckiges Arbeitsgerät rumliegen lässt, bekommt Probleme.
Der Sprecher einer Hamburgischen Behörde erklärte übrigens, man strebe im Fall der Ekelgastro-Kennzeichnung eine bundeseinheitliche Lösung an. Man habe aus dem „Flickenteppich beim Nichtraucherschutz“ gelernt. Sebastian Haffner war ein Raucher vor dem Herrn. Ein köstlicher Artikel von ihm heißt: Rumliegenlassen.

Johannes Eichler
Online-Redakteur


Literaturtipp
Sebastian Haffner: Das Leben der Fußgänger; Feuilletons 1933 – 1938. Hanser, 2004.

Hammerharte Lehrmethoden

von Nicole Ide am 31.03.2011 um 11:40
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Hier melden sich unsere Redakteurinnen Nicole und Kathrin - beides Doppelmamis - in unserem Mama-Blog „Mütter-Doppel“ zu Wort - und diskutieren Themen rund um Kinder und Erziehung.
Und wie immer ist natürlich auch IHRE Meinung, liebe User, gefragt. Schreiben Sie uns!


Erst schlachten, dann essen. Das ist die Reihenfolge, damit wir Steak, halbes Hähnchen oder auch Kaninchenragout auf dem Teller haben. Das weiß auch schon meine neunjährige Tochter. Das darf sie natürlich auch gern in der Schule lernen, aber nicht live erleben. Denn das würde ich mir selbst nicht mal anschauen wollen.
Das „Live-Erlebnis“ einer Schlachtung haben allerdings Lehrer in der ostholsteinischen Gemeinschaftsschule Ratekau für pädagogisch wertvoll gehalten. Sie haben im Rahmen eines Steinzeitprojekts vor den Augen von Fünftklässlern ein Kaninchen mit einem Hammer betäubt, um es danach zu schlachten. Vorher durften die Schüler das Kaninchen allerdings noch knuddeln.
Klar, dass Kinder anfangen zu weinen und danach schlecht schlafen. Da bringen wir doch unseren Sprösslingen bei, ihre Haustiere liebevoll zu pflegen, zu füttern und zu beschützen und dann kommen Pädagogen in der Schule auf die Idee, diesem klassischen Haustier mit dem Hammer auf den Kopf zu hauen, es zu häuten und danach noch gegrillt auf dem Schulhof allen anzubieten. Ich glaube, dass verdauen 10-Jährige nicht so schnell, denn das gehört nun mal nicht zum sichtbaren Alltag eines Kindes im 21. Jahrhundert.

nicole_blog_100506_thumbMeiner Meinung nach, ist da was falsch gelaufen und die Pädagogen sind übers Ziel hinausgeschossen.

Wenn man den Kindern das Thema Steinzeit kulinarisch live begreifbar machen möchte, dann wäre doch Brotbacken auch eine Alternative?

Was meinen Sie dazu?

Ihre Nicole Ide
Redakteurin RTLregional.de

Der (Alb)Traum vom Fliegen

von Jasmin Wiegand am 11.03.2011 um 12:49
jasminflug_blog_sonder

Flug EK045 von Dubai Airport nach Frankfurt Flughafen. „ Liebe Fluggäste, hier spricht Ihr Kapitän. Wir werden in circa 30 Minuten landen, bitte nehmen Sie nun wieder ihre Plätze ein und schnallen Sie sich an. Vielen Dank.“

Ich versuche mich zu entspannen. Noch eine halbe Stunde, denke ich, dann hast Du es mal wieder geschafft und bist auch dieses Mal nicht abgestürzt. Wobei die Landung wie auch der Start die ganz besonders kritischen Momente für Menschen wie mich sind – ich habe seit dem Attentat vom 11. September Aviophobie, also Flugangst.

Das führt zu folgenden, für meine Begleitpersonen oftmals anstrengenden Verhaltensmustern:

• Ich beobachte schon bei der Sicherheitskontrolle meine potentiellen Mitreisenden auf der Suche nach mutmaßlichen Attentätern.
• Ich verfolge mit Argusaugen die Arbeit der Sicherheitsbeamten - wer bei der Handgepäckkontrolle quatscht statt auf den Bildschirm zu gucken, wird gnadenlos beim Vorgesetzten verpetzt.
• Ich verabschiede mich kurz vor dem Betreten des Flugzeugs bei meinen Lieben und bedanke mich für alles, was sie für mich getan haben (sollte ich mehr als einen Flug vor mir haben, wird dieser Anruf beim Zwischenstopp wiederholt).
• Beim Betreten des Flugzeugs versuche ich einen Blick auf die Piloten im Cockpit zu erhaschen – wie sieht der Mann aus, an dessen Steuerknüppel mein Leben hängt? Gibt es Anzeichen für ausgiebigen Alkohol- oder anderen Drogenkonsum? Ist er über 40, aber nicht über 50 Jahre alt? (Er soll erfahren, aber nicht Herzinfarkt gefährdet sein!) Oder fliegt uns gar eine Frau! (Hier schwanke ich meist zwischen Skepsis und Vertrauen in das „Können“ des eigenen Geschlechts.)
• Ich inspiziere das Flugzeug selbst – irgendwelche Schäden zu erkennen, die überarbeitete Kontrolleure übersehen haben könnten?
• Die Mitreisenden werden beäugt, verdächtige Personen lokalisiert und ggf. außer Gefecht gesetzt (das nehme ich mir zumindest für den Notfall vor).
• Ich bin die Einzige, die bei den „Safety Instructions“ zuhört.
• Beim Start und bei der Landung wird jede noch so minimale Mimik der Stewardessen und der Mitreisenden analysiert.
• Merkwürdige Geräusche und Geschwindigkeitsveränderungen der Maschine müssen von der Begleitperson oder anderen Sitznachbarn technisch nachvollziehbar erklärt werden, ggf. mehrmals in kurzen Abständen.
• Toilettengänge werden nur in absolut turbulenzfreien Phasen erledigt.

Bei meinem letzten oben genannten Flug von Dubai nach Frankfurt hätte ich fast vier Araber überwältigt, die beim Landeanflug meinten, noch mal an ihr Handgepäck zu müssen. Doch vielleicht gibt es ja Hoffnung für mich und meine Mitreisenden, denn ich werde an einem Flugangst-Seminar teilnehmen und Sie, liebe Leser, an diesem einmaligen Erlebnis teilhaben lassen. Am Wochenende bekomme ich einen sechsstündigen Theorie-Unterricht am Flughafen Hannover und wir fliegen dann zur Bewältigung unserer Angst nach London.

jasminflug3_blog_thumb1Ob ich ein hoffnungsloser Fall bin und die Piloten sowie der Trainer weinend zusammenbrechen oder ich geheilt werden kann, sehen Sie dann hier auf RTLregional.de! Hoffentlich…..

Ihre
Jasmin Wiegand
Moderatorin
Guten Abend RTL für Niedersachsen und Bremen

Ohne Profil

von Ludger Menke am 10.02.2011 um 15:13
Soziale Netzwerke
Auf der Suche nach den Hamburger Spitzenkandidaten im Netz

Facebook CDU Hamburg Stellen Sie sich vor, Christoph Ahlhaus oder Olaf Scholz verzichteten im laufenden Wahlkampf auf öffentliche Auftritte. Kein Händeschütteln auf Wochenmärkten, keine persönlichen Gespräche mit den Hamburgern auf der Straße und keine Reden auf Parteiveranstaltungen. Unvorstellbar. Doch im Internet passiert genau das: Sie sind nicht da.

Natürlich haben beide Spitzenkandidaten eine Internetseite, aber was dort schick und staatstragend dem möglichen Wähler geboten wird, geht über die bekannten Wahlkampfphrasen nicht hinaus. Und natürlich haben CDU und SPD auch Fanseiten bei Facebook eingerichtet, Olaf Scholz lässt sein Team sogar twittern. Genau da liegt aber die Krux: Er lässt es machen. Persönlich sind weder der Bürgermeister noch sein Herausforderer im Netz präsent.

Twitter Scholz Kein Christoph Ahlhaus, der etwas auf der Facebook-Seite der CDU schreibt - eine persönliche Fan-Seite hat er erst gar nicht. Kein Olaf Scholz, der per Twitter von einem Wahlkampfauftritt berichtet – wie es etwa sein Parteikollege Ralf Stegner vor fast zwei Jahren in Schleswig-Holstein getan hat.

Für Kandidaten, die Bürgermeister in einer Stadt bleiben bzw. werden wollen, in der die digitale Wirtschaft ein wichtiger Arbeitgeber ist – Google, Facebook und Xing haben hier ihre Büros, dazu eine Vielzahl von digitalen Medienhäusern, Kommunikations- und PR-Agenturen - ist das schlichtweg ein Armutszeugnis.

Stille auf dem Marktplatz der Meinungen

Auch die Spitzenkandidaten der kleineren Parteien enttäuschen: Weder Anja Hajduk von der GAL, noch Dora Heyenn von den Linken sind persönlich in den sozialen Netzwerken vertreten. Allein die liberale Frontfrau Katja Suding findet der Wähler bei Facebook, Twitter und Xing. Innerhalb dieser sozialen Netzwerke sticht vor allem der Facebook-Auftritt der FDP-Spitzenkandidatin hervor. Er ist eben keine Fanseite, bei der man „Gefällt mir“ klicken kann, sondern es ist ihr persönliches Profil, das regelmäßig aktualisiert wird – ob nun von ihr oder ihrem Team wird vermutlich ihr Geheimnis bleiben. Bei einer gelernten Kommunikationsberaterin sollte man einen solchen professionellen Umgang mit sozialen Netzwerken allerdings auch erwarten dürfen.

Ludger Menke Bei allen anderen Spitzenkandidaten stellt sich mir die Frage, ob sie, die auf Wochenmärkte gehen und Straßenwahlkampf machen, keine Zeit für den virtuellen Marktplatz der Meinungen finden wollen? Oder ist ihnen der Kontakt zu den Wählern im Netz nicht so wichtig, gar lästig?

Ludger Menke
Chef vom Dienst
RTLregional.de

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