Advent, Advent, der Kalender hängt…

von Nicole Ide am 26.11.2010 um 10:04
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Zwei Mütter - zwei Meinungen

Hier melden sich unsere Redakteurinnen Nicole und Kathrin - beides Doppelmamis - in unserem Mama-Blog „Mütter-Doppel“ zu Wort - und diskutieren Themen rund um Kinder und Erziehung.
Und wie immer ist natürlich auch IHRE Meinung, liebe User, gefragt. Schreiben Sie uns!


blog_hh_thumb3_100802Kathrin Bensemann: Ich mag meine Freundinnen wirklich sehr. Aber was sie in den vergangenen Wochen wieder mit mir gemacht haben, grenzt schon an Wahnsinn! „Die Päckchen für den Adventskalender sind längst gepackt“, flötet mir eine meiner Liebsten durchs Telefon. Sie habe ja auch das ganze Jahr über gesammelt! Erinnerungen werden wach: Vorgenommen hatte ich mir das auch – geklappt hat es irgendwie (wieder einmal) nicht! Bei Dir bestimmt, Nicole, oder??

Nicole Ide: Na, da ich damals die Schultüte einfach nur fertig gekauft habe, lege ich mich in der Vorweihnachtszeit richtig ins Zeug. Ich habe sogar extra kleine Säckchen genäht und das ganze Jahr über 48 kleine Überraschungen gesammelt. Nur machen es mir meine beiden nicht einfach: Meine Dreijährige hätte am liebsten jeden Tag Schokolade und die Neunjährige jede Menge Dinge zum Spielen oder Basteln. Haben sie dann aber tatsächlich etwas Unterschiedliches im Sack, sind Tränen angesagt statt Harmonie in der Adventszeit.

Kathrin Bensemann:
Meine Freundin Ruth hat dazu übrigens eine tolle Idee. Die hat den Adventskalender für die gesamte Familie eingeführt. Darin versteckt sind kleine Zettel mit Nettigkeiten, die sich die Familienmitglieder gegenseitig erfüllen. Da kriegt auch Mutti mal eine Nackenmassage ab! Aber ich sehe schon die enttäuschten Gesichter meiner Jungs….

nicole_blog_100506_thumbNicole Ide: Enttäuschen oder daneben liegen kann ich bei meinen Kindern eben auch schnell. Ich bin ja selbst schuld, wenn ich mich jedes Jahr übertreffe und die Erwartungen meiner Töchter so selber immer höher schraube.
Vielleicht setzte ich einfach im nächsten Jahr auf den fertigen Playmobil-Adventskalender in doppelter Ausführung? Den gibt es jetzt übrigens bei meinem Discounter im Angebot und vielleicht nach Weihnachten fürs nächste Jahr sogar zum halben Preis?

Kathrin Bensemann: Mir kam die Erleuchtung auf dem Weg zum Kindergarten, der direkt am Secondhand-Spielzeugladen vorbeiführt. Da habe ich für wenig Geld Western-Kutsche und Dschungel-Camp ergattert. Die „zerlege“ ich jetzt in je 24 Teile und verpacke sie. Wann ich das mache? Am 30. November – wie jedes Jahr eben. Gute Vorsätze sind doch einfach schwer einzuhalten…


Wie halten Sie das denn so mit Adventskalendern? Schreiben Sie uns!

Ihre Kathrin Bensemann und Nicole Ide
Redakteurinnen RTLregional.de

Braucht Oldenburg ein Filmfest oder ein Biotop?

von Peter Becker am 14.09.2010 um 16:39
filmfest

Eine absurde Frage? Nicht wirklich – zwar ist es nicht ganz fair, Filmfest und Biotop gegeneinander auszuspielen, doch drängt sich die Frage geradezu auf. Schließlich kürzt der Rat der Stadt Oldenburg den öffentlichen Zuschuss für das Filmfest um 50.000 Euro, während er fast zeitgleich ein Biotop für Frösche mit gut 40.000 Euro bewilligt. Eine Mehrheit im Rat scheint nicht wirklich zu schätzen, dass Festivalleiter Torsten Neumann mit seinem Team Jahr für Jahr ein beachtliches Programm auf die Beine stellt, welches weit über die Grenzen Oldenburgs Beachtung findet.

Ein Filmfest in der Provinz nimmt ihr gerade etwas von ihrem provinziellen Charakter. Stirbt das Filmfest, wäre Oldenburg provinzieller denn je. Die Kürzung der Fördergelder zeigt das offensichtliche Desinteresse einer Mehrheit im Rat an einer Kulturveranstaltung, die zwar nicht dem Massengeschmack, aber höchsten Ansprüchen genügt. Das unterstreicht auch die Tatsache, dass niemand vor den Kürzungen das Gespräch mit Festivalleiter Torsten Neumann gesucht hat. Offensichtlich ist es den Politikern egal, wie Ihre Entscheidung bei Festival-Machern ankommt, die sich mit ihrem Herzblut für ihr „Baby“ einsetzen.

Ein Blick in das Filmfest-Programm von diesem Jahr genügt, um zu sehen, weshalb das Filmfest Oldenburg erhalten bleiben muss und die Stadt im nächsten Jahr unbedingt wieder die frühere Fördersumme von 100.000 Euro investieren sollte
: Filmperlen und Neuentdeckungen jenseits des Kino-Massengeschmacks reihen sich aneinander – nicht immer leicht zugänglich, aber immer sehenswert. Am besten Sie schauen selbst beim Filmfest vorbei und machen so die Schließung des Festivals ein Stückchen unwahrscheinlicher.

Hier geht's zum Beitrag: Im falschen Film - Froschteich statt Kult(ur)programm.

peter_becker

Ihr
Peter Becker
Reporter Guten Abend RTL
für Niedersachsen und Bremen


Störfälle, Pannen und Demonstrationen

von Svenja Dohmeyer am 09.09.2010 um 14:36
Atomausstieg

Die zivile Nutzung der Atomenergie sorgt seit mehr als 30 Jahren für Schlagzeilen, nicht nur bei uns im Norden. Der Ausstieg vom Ausstieg, wie ihn die schwarz-gelbe Regierung jetzt plant sorgt für hitzige Diskussionen. 8 bis 14 Jahre länger sollen die Meiler am Netz bleiben. Niedersachsen wäre davon gleich dreifach betroffen: Das AKW Unterweser würde bis 2020 weiter laufen, der Reaktor Lingen bliebe bis 2034 und das Werk Grohnde bis 2032 am Netz.

Die Reaktionen auf dieses nationale Energiekonzept sind geteilt. In der strukturschwachen Region im Kreis Wesermarsch freut sich der Bürgermeister schlicht über den Erhalt der Arbeitsplätze. Etwas nachdenklicher zeigt sich hingegen sein Amtskollege aus Emmerthal, Andreas Grossmann (SPD), in dessen Gemeinde sich der Atommeiler Grohnde befindet: "Niemand weiß, was für Probleme entstehen, wenn ein Meiler älter wird." Zudem wächst der Berg an Atommüll weiter, ohne dass absehbar ist, wo und wie ein Endlager entstehen soll.

In der Bevölkerung und bei der Opposition stößt die Nutzung von Atomkraft auf große Vorbehalte. Der Fraktionsvorsitzende der Bündnis Grünen in Niedersachsen Stefan Wenzel bezeichnet die Pläne der Regierung als "für Wirtschaft, Umwelt und Sicherheit verhängnisvollen Plan".

Was halten Sie von der Entscheidung? Ist die Laufzeitverlängerung vernünftig oder ist die Regierung vor der Atomlobby eingeknickt?

Diskutieren Sie mit uns!

Ihre
Svenja Dohmeyer
Reporterin Guten Abend RTL
für Niedersachsen und Bremen

Ganz in Weiß…

von Nicole Ide am 23.08.2010 um 16:27
Weisses Dinner

… stiegen am Sonnabendnachmittag fünf Freunde aus dem Auto und sahen ziemlich chic aus. Allerdings mussten wir alle kräftig anpacken und schleppten bei 28 Grad fünf Stühle, zwei Klapptische, Tischwäsche, Kerzenständer, Teller, Gläser, Besteck, je zwei Flaschen Wein, Prosecco und Wasser, zwei Kannen Kaffee und ein fertig gekochtes Sechs-Gänge-Menü für fünf Personen die Osterstraße in Hamburg runter bis zur Schopstraße. Da wir nicht die einzigen bepackten Weißen waren, fragten uns immer wieder Interessierte, was denn hier passieren würde. Wir erzählten dann vom „Weißen Dinner“ und verwiesen auf die Internetseite www.weisses-dinner-hamburg.de.

In der Schopstraße, im Herzen von Eimsbüttel, saßen dann auch schon kurz nach 17 Uhr fast 300 weißgekleidete Gleichgesinnte, die wie wir am Weißen Dinner teilnehmen wollten. Im Laufe des Abends kamen noch weitere 300 Leute dazu – alle in Weiß, zwar ohne Blumenstrauß, aber dafür mit Tisch und Stuhl. So war die 140 Meter lange Schopstraße voller hübscher Menschen, die an festlich eingedeckten Tafeln – natürlich in Weiß - saßen und sich glücklich über ihr mitgebrachtes Essen hermachten – und wir mitten drin!

Manon Dunkel Immer, wenn die Initiatorin des „Weißen Dinners“, Manon Dunkel, die Schopstraße entlang flanierte, applaudierten wir alle, standen auf und wedelten mit unseren weißen Stoffservietten. Eine Freundin in Paris hatte die Eimsbüttlerin auf das Weiße Dinner aufmerksam gemacht. Das „Diner en blanc“ wird seit zwanzig Jahren jedes Jahr mitten in Paris zelebriert. Manon Dunkel fand die Idee so toll, dass sie das unbedingt auch in Hamburg machen wollte und so begann sie Ende vergangenen Jahres mit der Planung und Umsetzung. Das Ergebnis war ein einmaliger Abend für mehr als 600 Hamburger.
Und weil wir alle so begeistert waren, soll es nächstes Jahr weitergehen. Allerdings werden dann wohl viel mehr Picknicker kommen und ein größerer Platz muss her. Im Gespräch sind die Alsterwiesen, das Elbufer oder der Rathausmarkt. Unsere wunderschöne Stadt hat da ja einiges zu bieten.

Als es am Sonnabend langsam dämmerte, zündete jeder seine Teelichter oder Kerzenleuchter an. Pünktlich um halb zehn zückten wir alle für ein gemeinsames Foto unsere Wunderkerzen und weil es auch spät abends immer noch über 20 Grad warm war blieben viele bis nach Mitternacht.

Ich kann nur allen Freunden des stilvollen Miteinanders empfehlen, im nächsten Jahr dabei zu sein – ganz in Weiß mit einem reichhaltigen Picknickkorb, denn in sieben Stunden futtert und trinkt man so einiges weg.

Ihre Nicole Ide
Redakteurin RTLregional.de


Warum spenden wir für die Pakistan-Flutopfer so zurückhaltend?

von Metin Turan am 18.08.2010 um 10:00
Flut in Pakistan
Etwa 1600 Tote, 20 Millionen Obdachlose und Schäden in Milliardenhöhe: Die Ausmaße der Jahrhundertflut in Pakistan sind verheerend. Überall im Krisengebiet fehlt es den Opfern an Nahrung, Medizin und Kleidung. Den Flutwellen müssten nun Wellen der Hilfe folgen, so UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon. Die Vereinten Nationen haben für die Hochwasseropfer Hilfen von 460 Millionen Dollar erbeten, eingegangen ist bislang ein Viertel der Summe. Doch warum laufen die Spenden für die Flutopfer in Pakistan so schleppend an? Sind die Deutschen und westlichen Länder nach der Erdbeben-Katastrophe in Haiti oder den Großbränden in Russland spendenmüde?

Metin TuranViele Deutsche befürchten auch, dass ihre Spenden nicht zu 100 Prozent an die Opfer gehen, sondern korrupte Politiker oder terroristische Gruppierungen in Pakistan die Gelder aus dem Westen für ihre Zwecke unterschlagen. Was denken Sie? Warum ist die Spendenbereitschaft bei den Deutschen für die pakistanische Flutopfer bisher eher zurückhaltend?


Viele Grüße,
Metin Turan
Redakteur

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