Verlorener Kampf?

von Susanne Broß am 06.08.2010 um 16:55
Schacht Konrad
Die freie Meinungsäußerung wird uns garantiert. Doch ist das Äußern der freien Meinung über Jahrzehnte hinweg – und vor allem wenn es so wenig erfolgreich ist, wie der Kampf gegen das Atomendlager Schacht Konrad - nicht einfach nur nervig?

Das ist eine Frage, denen sich die Wortführer der „Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad“ mittlerweile aussetzen müssen. Und nicht nur Atomlobbyisten wenden sich genervt ab, wenn in Salzgitter-Bleckenstedt mal wieder eine Demo oder ein Konrad-Gottesdienst anstehen. Es sind sogar direkte Anwohner, die das jahrzehntelange Engagement nicht nachvollziehen können – gar lieber ihre Ruhe haben wollen vor den Atomgegnern. Und das, obwohl noch in den 80ern 289.387 Menschen schriftlich „Nein“ zum Atommüllendlager gesagt haben.

Was also ist der richtige Weg: Weitermachen für alle die, die zu bequem sind, um sich zu wehren – oder zu feige, um für ihre Meinung auf die Straße zu gehen. Oder schweigen und das Unvermeidliche akzeptieren?

Susanne BrossBertolt Brecht hat die Antwort einmal so formuliert:

„Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“

Ihre
Susanne Broß
Redaktionsleiterin Guten Abend RTL
für Niedersachsen und Bremen


Schlaflos vor der Einschulung

von Kathrin Bensemann am 02.08.2010 um 17:21
EinschulungIch bin fix und fertig. Fünf Tage noch, dann wird unser Sohn eingeschult. Und immer noch ist der Junge auf der Fußball-Schultüte nicht fertig. Sein Hals ist zu dick, die Proportionen wollen mir einfach nicht gelingen - und bei meinem Mann liegen die Nerven blank. Verständlich - nach zwei Bastelabenden mit mir in einem Wohnzimmer. Nun träume ich von dem Jungen mit dickem Hals und Wut steigt in mir auf. Wut auf alle Mütter, die ihre Schultüten schon fertig haben – für unverschämte 50 Euro bestellt beim wohl angesagtesten Kinderladen der Stadt. Aber ich musste das Projekt ja in die eigenen Hände nehmen.

Und dann wünscht sich mein Sohn auch noch eine Fußballtorte. Mit Toren drauf natürlich. „Und am liebsten mit Spielern, die aussehen wie Thomas Müller und Mesut Özil, Mama.“ Wäre da nicht der Fußballjunge mit missglücktem Hals, könnte ich mich wenigstens voll und ganz auf die Kuchenschlacht konzentrieren. Schließlich versucht man nicht jeden Tag, aus Kokosraspeln und grüner Lebensmittelfarbe ein Fußballfeld zu zaubern. Kathrin Bensemann

Da ist es schön, Freundinnen zu haben, die für einen mitdenken. So wie Sabine – ihrerseits immer rechtzeitig und bestens organisiert -, die ich zufällig in der Stadt treffe. „Oh Gott, Ihr habt wirklich noch kein Grillfleisch für die Einschulung bestellt? Das machen jetzt alle, da kriegst Du Freitag gar nichts mehr.“ Irgendwie, denke ich, sind mir Hals-Junge und Kokosraspel-Rasen wichtiger als Bratwurst und Co, und ich wünsche schnell eine schöne Einschulung, um weiter voranzukommen.

Schließlich muss noch das Tischset für das tägliche Schulfrühstück fertig werden, für das mein Mann extra das Siegesbild unserer Nationalmannschaft nach dem „kleinen“ Finale gegen Uruguay organisiert hat. Das muss zum Copy-Shop, ausgedruckt und laminiert zu werden. Aber fünf Tage habe ich ja noch. Und Schlafen wird sowieso überbewertet, findet

Ihre Kathrin Bensemann
Online-Redakteurin


Wie ist es Ihnen bei der Einschulung Ihrer Kinder ergangen? Schreiben Sie uns?

La dolce vita

von Jan Spekker am 30.07.2010 um 16:34
Paparazzi
Seit einem halben Jahrhundert sind Paparazzi täglich auf der Jagd nach dem besten Promi-Schnappschuss, außerehelichen Affären oder ungeschminkten Stars im Schlabberlook.

Ihr Image liegt seit dem Tod von Lady Di irgendwo zwischen Gesetzesbrecher und Schmeißfliege. Dabei began alles ganz harmlos: In Federico Fellinis Meisterwerk "La dolce vita" ("Das süße Leben") hatte der Fotograf Giuseppe Paparazzo seinen ersten Auftritt - damals ahnte wohl noch niemand, dass der windige Italiener einmal zum Namensgeber einer ganzen Branche werden würde. Mittlerweile sind seine Nachfolger, die Paparazzi, für viele Promis allerdings zu einer Art Landplage geworden, doch das Publikum lechzt nach immer neuen Bildern.
Jan Spekker
Doppelmoralische Grüße

Ihr
Jan Spekker
Reporter Guten Abend RTL
für Niedersachsen und Bremen





Aus für die Hannover Scorpions: Will die Stadt den Meister nicht?

von Sonja Dale am 23.07.2010 um 14:45
Hannover Scorpions
Der Deutsche Eishockeymeister 2010 steht vor dem Aus. Am Donnerstag erklärte Marco Stichnoth, Geschäftsführer der Hannover Scorpions, Scoprions-Eigentümer Günter Papenburg habe sich für einen sofortigen Ausstieg aus dem Sportgeschäft entschieden. Gerade erst hatte der Club die DEL-Lizenz für die aktuelle Saison erhalten, doch ohne Finanzier ist diese hinfällig.

Das Land Niedersachsen, die Stadt Hannover und die Deutsche Messe AG sind schon seit Jahren im Gespräch, sich an der Tui Arena, der Spielstätte der Scorpions, finanziell zu beteiligen. Doch die Gründung einer Betreibergesellschaft kam bis heute nicht zustande. Dennoch hängt die letzte Hoffnung des Meisters offensichtlich an Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD), der nun zunächst in den Urlaub fährt.

Sonja DaleWill die Stadt den Meister nicht? In der Tat scheinen die Hannoveraner ihre Sympathie für einen Verein nicht an sportlichen Erfolgen zu messen. Der für die DEL eingebürgerte Verein aus der Wedemark findet nicht den gewünschten Rückhalt bei Fans, Stadt und Sponsoren. Dennoch haben sich noch vor drei Monaten bei der Meisterschaftsfeier auf dem Rathausbalkon alle Beteiligten bierseelig in den Armen gelegen und vollmundig Versprechen für die kommende Saison herausposaunt, die nun anscheinend alle nichts mehr wert sind.

Was nun, Hannover?

Ihre Sonja Dale
Producerin Guten Abend RTL
für Niedersachsen und Bremen

Albtraum auf Ameland

von Markus Dietz am 22.07.2010 um 17:43
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Seit Mittwoch schockiert ein neuer Missbrauchsfall ganz Deutschland. Ende Juni reisten 170 Kinder mit dem Stadtsportbund Osnabrück auf die Insel Ameland. Für mindestens sechs 13-jährige Jungen wurden diese Ferien zum Albtraum – denn sie sollen in ihrem eigenen Schlafsaal von älteren Camp-Teilnehmern brutal sexuell missbraucht worden sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen elf Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren. Drei Tatverdächtige haben die Vorwürfe bereits zugegeben. Die Vernehmungen sollen bis Anfang August abgeschlossen sein.

Der größte Teil der Aufsichtspersonen bestand aus Studenten – ehrenamtliche Helfer im Alter von 18 bis 25. Alle wurden in 50 Stunden geschult – bekamen ihren Jugendleiter-Ausweis. Trotzdem blieben die Misshandlungen unbemerkt. Nun stellt sich die Frage: Hätte dieser grausame Vorfall durch professionell ausgebildetes Personal verhindert werden können? Würde ein professionelles, wachsameres Auge solch schreckliche Vorkommnisse entdecken?

Vielleicht hätten ausgebildete Erzieher oder studierte Sozialpädagogen Veränderungen an den Kindern bemerkt. Vielleicht. Doch eine Ferienfreizeit nur mit Profis ist aus Kostengründen kaum zu realisieren. Noch zeitintensivere Schulungen der unbezahlten Freiwilligen würden diese eventuell abschrecken – und damit auch einen Mangel an Aufsichtspersonen nach sich ziehen.

Markus DietzEs stellt sich also die Frage: Wie professionell müssen Jugendleiter sein – und was ist in der Praxis überhaupt umsetzbar?

Ihr Markus Dietz
Reporter Guten Abend RTL
für Niedersachsen und Bremen



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