Brauchen wir Neuwahlen in Hamburg?

von Johannes Eichler am 21.07.2010 um 11:24
Neuwahl?
Aktuelle Umfragen und die gefühlte Stimmung in Hamburg scheinen nach der Rücktrittsankündigung des Ersten Bürgermeisters den Wunsch der Bürger nach Neuwahlen auszudrücken. Haben sie vor gut zwei Jahren nicht vor allem Ole von Beust gewählt?

Dürfen CDU und GAL jetzt also unter dem wohl neuen Bürgermeister Christoph Ahlhaus (CDU) die Regierungskoalition fortführen? Wäre das nicht eine Missachtung des Wählerwillens?

Oder missachtet nicht vor allem der Noch-Bürgermeister mit seinem frühzeitigen Rücktritt aus dem Amt den Willen der Bürger; schließlich war er im Wahlkampf für eine volle Amtszeit von vier Jahren angetreten?

Andererseits werden in Hamburg Bürgermeister nicht direkt, sondern durch die Parteien in der Bürgerschaft gewählt. Kann von Missachtung des Bürgerwillens also überhaupt die Rede sein? Oder müssten die Hamburger nicht zu ihrer 2008 abgegebenen Stimme stehen?

Soll es jetzt also Neuwahlen geben? Oder würde das Projekt Schwarz-Grün dadurch die politische Kapitulation vor den aufgetretenen Problemen perfekt machen? Johannes Eichler
Mir fällt es schwer, in diesem Fall zu einer eindeutigen Meinung zu kommen.

Aber was sagen Sie? Brauchen wir Neuwahlen? Wir freuen uns über Kommentare und über Ihre Stimme bei unserer Umfrage, oben rechts.

Johannes Eichler
Online-Redakteur

Entlassener Sexualstraftäter kommt nach Bad Pyrmont

von Timo Seggermann am 19.07.2010 um 17:08
Gefängnis

Eine Betreuungseinrichtung in Bad Pyrmont hat den aus der Sicherungsverwahrung entlassenen Sexualstraftäter aufgenommen. Der 53-Jährige war vom Oberlandesgericht Karlsruhe nach rund 30 Jahren Haft aus der JVA Freiburg entlassen worden. 1981 hatte ihn ein Gericht wegen mehrfacher Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung zu 8 jähriger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Seinerzeit war diese Sicherungsverwahrung auf zehn Jahre begrenzt. Diese Höchstgrenze wurde aber im Jahr 1998 aus dem Strafgesetzbuch gestrichen. Trotzdem musste der Mann jetzt aus der Sicherungsverwahrung entlassen werden.

Der Beschluss des OLG zur Freilassung stützt sich auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, wonach die Sicherungsverwahrung nicht rückwirkend verlängert werden darf, wie es während der Haft des 53-Jährigen allerdings mehrfach geschehen war. Eine baldige Neuregelung der Sicherungsverwahrung scheint dringend notwendig, problematisch ist aber auf der anderen Seite auch die „Hexenjagd“ auf den Betroffenen, die durch das große Medieninteresse ausgelöst werden könnte.

Timo SeggermannWie denken Sie über die Freilassung des wegen mehrfacher Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung verurteilten 53-Jährigen?

Sagen Sie uns im RTLregional Blog Ihre Meinung!

Ihr
Timo Seggermann
Producer Guten Abend RTL
für Niedersachsen und Bremen


Justiz machtlos: Hier sehen Sie unseren Beitrag zum Thema




Die atemberaubende Olivia

von Markus Dietz am 15.07.2010 um 17:05
Sonne und Hitze


Tief Olivia raubte mir gestern Abend den Atem: Der Himmel wurde schwarz, die Blitze zuckten und die Winde brachten endlich frischen Wind in die stickige Wohnung.

Natürlich ist diese Art der Abkühlung nach der tagelangen Hitze mehr als angenehm – aber das regelmäßige Gemecker über Sommer, Sonne, Sonnenschein ist jedes Jahr wieder verwunderlich. Natürlich bringt so ein echter Sommer auch Probleme mit sich: Die Füße werden dick, der Kreislauf spielt verrückt und der ein oder andere Kollege scheint leicht gereizt. Es mag auch sein, dass die Innenstadt ein wenig strenger als gewohnt riecht – und auch die Mitmenschen nicht mehr 24 Stunden nach Rosen duften.

Dennoch: Der Sommer verdient Anerkennung, denn wir wollten ihn. Aber es ist jedes Jahr das gleiche Lied: Kommt der Sommer nicht, dann wird gejammert. Kommt er dann mit voller Wucht – dann hält es niemand aus. Recht machen kann es Petrus also eigentlich keinem – außer mir. Auch wenn die 36 Grad an den Kreislauf gehen und die Klimaanlage in der Redaktion eindeutig fehlt – ich weiß den Sommer in unseren Gefilden durchaus zu schätzen. So fängt der Urlaub jeden Tag wieder direkt nach der Arbeit an. Denn egal ob Biergarten, Badesee oder spontane Grillabende – im Moment ist alles möglich.

Markus DietzAußerdem machen Harz, Heide und Meer die kostspielige Urlaubsplanung in die Ferne fast überflüssig. Heißt für mich: Geld und Tarifurlaub für einen kurzfristigen November-Tripp auf die Kanaren sparen – und den Sommer hier in vollen Zügen genießen. Außerdem sind 36 Grad die perfekte Ausrede – zum Nichtstun.

Ihr Markus Dietz
Reporter Guten Abend RTL für
Niedersachsen und Bremen

Hamburger Schulreform – Chaos oder Segen?

von Mütter-Doppel am 14.07.2010 um 10:45
nicole ide und kathrin bensemann


Zwei Mütter - zwei Meinungen


Einmal pro Woche melden sich unsere Redakteurinnen Nicole und Kathrin - beides Doppelmamis - in unserem Mama-Blog „Mütter-Doppel“ zu Wort - und diskutieren Themen rund um Kinder und Erziehung. Diesmal ist es allerdings nur Nicole Ide, da sie als Mutter in Hamburg besonders betroffen ist.
Und wie immer ist natürlich auch IHRE Meinung, liebe User, gefragt. Schreiben Sie uns!

Nun startet er endlich, der Volksentscheid über die Schulreform in Hamburg.

Ich bin ein Fan der Primarschule, doch ich stecke in einem Dilemma.
Meine große Tochter geht in die dritte Klasse einer kleinen, gut behüteten Grundschule und ich hätte es ihr sehr gegönnt diese noch bis zur sechsten Klasse zu besuchen.

Jetzt haben aber alle derzeitigen Drittklässler nach der vierten Klasse die Wahl zwischen Verbleib an der Primarschule, Wechsel aufs Gymnasium oder auf die Stadtteilschule. Das hat sich unsere Schulsenatorin Frau Götsch noch kurz vor den Märzferien für den ersten Primarschuljahrgang einfallen lassen, um das Chaos perfekt zu machen.

Nun sollte ich mich eigentlich als Primarschulfan für den verbleib an der Grundschule entscheiden. Allerdings trifft das neue Schulmodel „Gemeinsames Lernen bis zur sechsten Klasse“ nicht auf breite Zustimmung in unserem Stadtteil, so dass wahrscheinlich die Kinder aus unserer Klasse, die gut genug sind, direkt auf das Gymnasium wechseln. Einige Eltern werden sich sicherlich auch gleich für die Stadtteilschule entscheiden, weil dort die Unterrichtsstrukturen für Fünft- und Sechstklässler einfach schon vorhanden und eingspielt sind und nicht neu geschaffen werden müssen.
Da der Jahrgang meiner Tochter nur einzügig ist (es gibt nur eine dritte Klasse), weiß ich noch nicht, ob die verbleibenden Schüler überhaupt ausreichen für die Eröffnung einer fünften Klasse an dieser Grundschule. Im ungünstigsten Fall kommt also an diesem Standort gar keine fünfte Klasse zu Stande.

Außerdem würde meine Tochter, wenn sie nun doch noch zwei weitere Jahre auf ihrer Grundschule bleiben könnte, möglicherweise in der siebten Klasse auf dem Gymnasium oder auf der Stadtteilschule wieder auf ihre alten Klassenkameraden stoßen, die sich nun schon zwei Jahre in einem neuen Klasseverbund zusammengefunden haben. Meine Tochter käme dann als Nachzügler in diesen bereits bestehenden Verbund rein und hätte vielleicht gar nicht den gleichen Wissensstand.

Auf den Gymnasien haben die fünften und sechsten Klassen sogar zwei Wochenstunden mehr Unterricht als die Kinder auf der Primarschule. Das bedeutet für mich eindeutig einen Wissensvorsprung für Gymnasiasten, der für einen Nachzügler von der Primarschule dann ab der siebten Klasse eventuell aufgeholt werden muss.

Hier kann ich nur sagen, Danke Frau Götsch, für mich ist das Primarschulchaos perfekt!

Trotzdem bleibe ich ein Fan des gemeinsamen Lernens bis zur Klasse 6.

nicole ideGrundschulkinder aus gutsituierten Familien werden mit privatem Musik-, Ballett- und Nachhilfeunterricht auf den richtigen Schulweg geschoben und gefördert. Diese Kinder brauchen keine Schulreform.
Allerdings bin ich der Meinung, dass aus so manch kleinem Träumer oder Spätzünder zwischen 10 und 12 Jahren noch ein fleißiger und ehrgeiziger Schüler mit Abituraussicht werden könnte.
Viele Kinder müssen nur die Zeit und Reife haben, das aus eigener Kraft zu schaffen.
Deshalb werde ich auch für die Schulreform stimmen.

Liebe Hamburger, was werden Sie bis zum 18 Juli wählen?

Ihre Nicole Ide
Redakteurin RTLregional.de


Spanien hui - Holland pfui!

von Timo Seggermann am 12.07.2010 um 13:44
Weltmeister Spanien
Es ist nicht immer so, dass am Ende auch die beste Mannschaft gewinnt. In diesem Fall aber schon: Spanien ist ein würdiger Weltmeister.
Nach dem EM-Titel vor zwei Jahren folgte nun der größte Erfolg, der Fußball-Spanien (erstmals) zuteil wurde. Auch wenn sie sich ein bisschen durch die Vorrunde gemogelt haben; als es drauf ankam waren sie da. Im Halbfinale gegen Deutschland schafften sie es, ihr Spiel durchzubringen und das der Deutschen zu zerstören.

Und auch im Finale ließen sich die Spanier durch das destruktive und oft überharte Spiel der Niederländer kaum beeindrucken. Ihr stets unerschütterlich wirkender Trainer Vicente del Bosque strahlte immer genau das Vertrauen aus, das die Spanier so stark macht. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, das Vertrauen sich im Laufe eines Spiels nicht übermäßig viele, aber stets gute Torchancen herauszuarbeiten. Nicht zu vergessen, das Vertrauen in die eigenen Defensivqualitäten - denn die Spanier kassierten in sieben Spielen nur zwei Gegentore.

Wäre unsere Nationalmannschaft im Halbfinale gegen Spanien besser in ihr neuerdings außerordentlich facettenreiches Spiel hineingekommen, hätte sie auch Spanien schlagen können, das gegen uns sicherlich das beste Spiel der WM abgeliefert hat.

Im Finale wären die mit einer völlig unangemessenen Härte angetretenen Holländer dann auf eine starke, sehr offensiv aufspielende deutsche Mannschaft gestoßen. Diese hätte es meiner Ansicht nach den Niederländern noch schwerer gemacht, als die Spanier am Sonntag. Timo SeggermannDas System der Holländer ist bei weitem nicht so ausgereift, Deutschland hätte deutlich gewonnen und wäre jetzt Weltmeister. Irgendwie eine traurige Erkenntnis, aber auf der anderen Seite hat unsere junge deutsche Mannschaft ja auch noch die eine oder andere Weltmeisterschaft, um den Titel endlich mal wieder nach Hause zu holen.

Timo Seggermann
Producer
Landesstudio Bremen

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